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BMW Welt München: Bayerns meistbesuchtes Gebäude kostet keinen Eintritt

D-München[SiSt24 Media] Ein Haus, in dem Autos verkauft werden, steht normalerweise nicht auf der Sehenswürdigkeitenliste einer Stadt. Die BMW Welt am Münchner Olympiapark hält sich nicht daran. Über drei Millionen Menschen kommen jedes Jahr her. Damit ist sie Bayerns meistbesuchte Attraktion, vor jedem Schloss und jedem Museum im Freistaat. Eintritt kostet sie nichts.

Ein Dach, das jemand angehoben zu haben scheint

Eröffnet wurde die BMW Welt am 20. Oktober 2007, nach gut drei Jahren Bauzeit. Entworfen hat sie das Wiener Büro Coop Himmelb(l)au. Zwei Elemente prägen den Bau: das leicht gewellte Dach, das über der Halle zu schweben scheint, und der Doppelkegel, ein verdrehter Glaszylinder, der das Gebäude am Eingang verankert. Wer abends vorbeikommt, sieht die Konstruktion von innen beleuchtet. Das ist der Moment, in dem sich die Kamera lohnt.

Direkt gegenüber steht der BMW Vierzylinder, die Konzernzentrale von 1972. Zwischen beiden Bauten liegen fünfzig Jahre, und trotzdem passen sie zusammen. Von der Empore der BMW Welt hat man den Turm ständig im Blick, mal direkt, mal gespiegelt in den Glasflächen.

Der BMW Vierzylinder spiegelt sich in der Glasfassade der BMW Welt
Der Vierzylinder spiegelt sich in der Fassade der BMW Welt. Foto: Stefan Siedler / SiSt24

Wo Neuwagen einen Auftritt bekommen

Der eigentliche Zweck des Hauses ist banal: Hier holen Kunden ihre Neuwagen ab. Nur läuft das anders als beim Händler um die Ecke. An normalen Tagen werden zwischen 80 und 120 Fahrzeuge übergeben, in Spitzenzeiten bis zu 160. Die Autos kommen über einen Aufzug aus dem Untergeschoss nach oben, drehen sich auf einer Scheibe ins Licht, und der neue Besitzer steht mit dem Handy daneben. Man kann das kitschig finden. Die meisten Kunden finden es großartig, und Publikum ist ohnehin immer da.

Zuschauen darf jeder. Von der Galerie aus lässt sich die Übergabe verfolgen, ohne dass man selbst etwas kaufen müsste. Für Kinder ist das oft der spannendste Teil des ganzen Besuchs.

Fahrzeuge auf der Auslieferungsfläche der BMW Welt
Bereit zur Übergabe: Neuwagen auf der Auslieferungsfläche. Foto: Stefan Siedler / SiSt24

Mehr als nur BMW

Unter dem Dach sind alle Marken der Gruppe versammelt, BMW, Mini und Rolls-Royce, dazu BMW Motorrad und die M GmbH. Die Ausstellungsflächen wechseln mehrmals im Jahr. Mal geht es um Ladetechnik und Reichweiten, mal um Motorsport, mal um Kooperationen mit Filmstudios oder Künstlern. Im Sommer 2026 standen zum Beispiel alle zwanzig BMW Art Cars gleichzeitig im Auditorium, ein Sonderfall, über den wir an anderer Stelle ausführlich berichtet haben.

Dazu kommen Restaurants, ein Shop und ein Bereich für Kinder. Wer sich für Technik interessiert, bleibt an Schnittmodellen und Ladesäulen hängen. Wer nicht, setzt sich mit einem Kaffee an die Fensterfront und schaut auf den Olympiapark.

Ausstellungsbereich von BMW Motorrad in der BMW Welt bei Nacht
Der Bereich von BMW Motorrad, im Hintergrund der beleuchtete Vierzylinder. Foto: Stefan Siedler / SiSt24

Wer hin will

Die BMW Welt liegt Am Olympiapark 1. Die U-Bahn-Linie U3 hält am Olympiazentrum, von dort sind es wenige Schritte. Der Eintritt ist frei, Führungen kosten extra und sind an Wochenenden früh ausgebucht. Für einen Rundgang reichen zwei Stunden. Wer das BMW Museum auf der anderen Straßenseite mitnimmt, sollte einen halben Tag einplanen. Das Museum kostet Eintritt, die BMW Welt nicht.

Ein Hinweis aus der Praxis: Unter der Woche vormittags ist es deutlich ruhiger als am Wochenende. Und weil der Olympiapark direkt daneben liegt, lässt sich der Besuch mit Kindern gut strecken, ohne dass jemand quengelt.

Blick von der Empore in die Halle der BMW Welt
Blick von der Empore in die Halle. Foto: Stefan Siedler / SiSt24

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