Gärten der Welt in Berlin: Eine globale Tour durch 43 Hektar in Marzahn
D-Berlin – [SiSt24 Media] Gärten der Welt in Berlin: Eine globale Tour durch 43 Hektar in Marzahn
Von Stefan Siedler | 14. August 2026
D-Berlin – [SiSt24 Media] Wer an einem Nachmittag nach China, Japan und bis in die Südsee reisen möchte, braucht dafür keinen Flughafen. In Marzahn-Hellersdorf liegen auf 43 Hektar elf Themengärten und zahlreiche internationale Gartenkabinette erstaunlich nah beieinander. Dazu kommen Seilbahn, Wasserspielplätze und die Natur-Bobbahn am Kienberg. Angelegt wurde das Gelände für die Berliner Gartenschau 1987. Drei Jahrzehnte später war es ein zentraler Schauplatz der Internationalen Gartenausstellung IGA Berlin 2017.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise der Gärten der Welt
Die Gärten der Welt sind ganzjährig täglich ab 9:00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Von April bis September schließen Kassen und automatische Eingänge um 20:00 Uhr, in den Wintermonaten entsprechend früher. In der Sommersaison kostet der reguläre Eintritt 9 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder ab sechs Jahren. Jüngere Kinder haben freien Eintritt. Wer auch die Seilbahn nutzen möchte, kann ein Kombiticket für 12,90 Euro wählen. Unter der Woche lohnt sich ein später Besuch: Montag bis Freitag gilt ab 17:00 Uhr ein ermäßigter Eintrittspreis von 5,50 Euro. Gerade im Sommer bleiben damit noch mehrere Stunden, um zumindest einen Teil des weitläufigen Geländes zu erkunden.



Seilbahn, Wolkenhain und mehrere Spielplätze
Schon die Anreise kann Teil des Ausflugs werden. Die Seilbahn führt vom U-Bahnhof Kienberg – Gärten der Welt über das Gelände hinauf zum Kienberg. Während der Fahrt öffnet sich der Blick über die Gartenanlagen und die umliegenden Berliner Stadtteile. Auf dem Kienberg steht der Wolkenhain, dessen Aussichtsplattform einen weiten Blick über den Berliner Osten ermöglicht. Für Familien gibt es mehrere große Spielbereiche. Bei „Konrads Reise in die Südsee“ gehören ein Kletterwal und eine große Hängematte zur Anlage. Gegenüber dem Japanischen Garten wartet ein Kletterparcours mit scheinbar schwebenden Teppichen in bis zu 2,2 Metern Höhe. Wer danach noch Bewegung braucht, findet am Kienberg die Natur-Bobbahn. Auf der Abfahrt werden Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h erreicht.



Von China bis Bali: Themengärten
Der Wechsel zwischen den einzelnen Gartenwelten geschieht manchmal innerhalb weniger Schritte. Im Chinesischen Garten bestimmen See, Pavillons, Felsen und ein Teehaus das Bild. Ganz anders wirkt der Japanische Garten mit seiner bewusst zurückhaltenden Gestaltung, den Kirschbäumen und dem Koiteich. Wieder ein paar Wege weiter ändert sich die Atmosphäre erneut. Der Balinesische Garten befindet sich in einer Tropenhalle, während der Orientalisch-Islamische Garten mit geometrischen Formen, Wasser und ornamentaler Gestaltung arbeitet. Hinzu kommen der Christliche Garten und internationale Gartenkabinette, die unterschiedliche Vorstellungen von Landschafts- und Gartengestaltung zeigen. Gerade diese Gegensätze machen einen Rundgang interessant. Da einzelne Bereiche wegen Pflege- oder Renovierungsarbeiten zeitweise nicht zugänglich sein können, lohnt vor der Anfahrt ein Blick auf die aktuellen Hinweise des Parks.



Veranstaltungen in den Gärten der Welt
Die Anlage ist längst mehr als eine Sammlung internationaler Gartenkunst. Während der Sommerferien stehen regelmäßig Angebote für Kinder und Familien auf dem Programm. Das Spektrum reicht von kreativen Workshops wie Aquarellmalerei bis zu Kursen, bei denen Kinder Grundlagen der Ersten Hilfe kennenlernen. Ein fester Termin im Berliner Veranstaltungskalender ist außerdem „Viva la Musica“. Das Open-Air-Konzert verbindet klassische Musik mit der besonderen Kulisse der Gärten und endet traditionell mit einem Feuerwerk. Wer den Park nicht nur für einen kurzen Rundgang besucht, sollte deshalb vorab auch einen Blick in den Veranstaltungskalender werfen. Bei 43 Hektar Fläche lässt sich ein Besuch ohnehin problemlos zu einem kompletten Tagesausflug ausbauen.
